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Frank Kaltenthaler ist gelernter Winzermeister und Weinmacher mit Leib und Seele. Es ist ihm aber sehr wichtig zu seinem Hauptberuf den richtigen Ausgleich zu finden. Nach verschiedenen Tätigkeiten im sportlichen wie auch im technischen Bereich fand er im nahe verwandten Berufsbild des sauren Milieus seine Herausforderung. „Der Wein ist meine Intuition“ sagt er und kann, obwohl es sich um das gleiche Grundprodukt „Trauben“ handelt, in diesen doch unterschiedlichen Bereichen seiner Lust und Triebigkeit freien Lauf lassen.
Essig ist nicht gleich Essig. Und wenn aus edlen Weinen, deren Geschmack ein Hochgenuss für den Gaumen ist, Aperitifessig hergestellt wird, so ist diese Veredlung die höchste Disziplin der Essigbereitung. 1988 begann der erste Versuch im alten Orleanverfahren. Aus einem Kerner Kabinett sollte Weinessig hergestellt werden. Es war Glück, denn nach nur 4 Monaten war im 30Ltr. Glasballon der Wein zu Essig vergoren.
Mit primitiver Technik von Aquariumpumpe und Belüftung erfolgte der zweite Streich, wieder mit Erfolg. Das Resultat war der Einstieg in größere Gebinde mit 60 Ltr. Inhalt. Dort musste der Jungwinzer Fehlschläge hinnehmen. Einige Versuche liefen immer wieder fehl. Aber das spornte nur an und nach 2 harten Jahren der Erkenntnis wurde die Produktionstheorie zur Praxis. Mit jedem Gärzyklus wuchs die Erfahrung und Sicherheit. Die Technik wurde verfeinert und ausgebaut.
Immer nach Feierabend im Weingut, ging er in den Heizraum des Wohnhauses und beschäftigte sich mit seinem Hobby. 1990 wurde der erste Weinessig im Weinverkaufsraum mit angeschlossener Weinstube angeboten. Es dauerte nicht lange und der Essig war vergriffen.
1995 war die Produktion schon so weit, dass man den Essig auch Winzerkollegen anbieten konnte. Es sprach sich in Fachkreisen schnell herum und mit etwas Werbung unter den Kollegen war der Kaltenthaler-Essig in aller Munde.
1998 war die Essigherstellung zur Routine geworden. Wein- und Obstessig wird hergestellt. Große Weingüter lassen aus ihren Weinen eigenen Weinessig herstellen. Die Essigmanufaktur wird ein zweites Standbein des Betriebes und der Winzer sucht neue Herausforderungen in diesem Bereich. Balsamico heißt die Intension und es beginnt die Herstellung aus frischem Traubensaft.
Nach nur 3 Jahren Lagerzeit entstand ein Balsamico aus Trauben und ein Apfelbalsam. Es folgte die Herstellung von Trinkessig. Die Umsetzung wurde mit dem Anbau einer kleinen Produktions- und Fertigungshalle nur für Essig verwirklicht. Aperitifessige sind sehr schwierig herzustellen. Mit nur 2,5% Säuregehalt ist dieser Essig wunderbar mild und fein am Gaumen zu spüren.
2003 wird im Weingut ein weiterer Anbau notwendig, dabei müssen Holunderbüsche gefällt werden. Der wunderbare Duft der Blüten inspirierte den Winzer sie zu sammeln und daraus einen Sirup für die Balsambereitung zu bereiten. Die Betriebsgebäude wuchsen und 2004 kam Holunderblütenbalsam ins Sortiment.
Mit den neuen Räumen konnte auch endlich mit der Idee einer Senffertigung begonnen werden. Erst zwei und nun vier Senfsorten bereichern das Angebot. 2006 denkt man über einen Internetauftritt nach und zählt inzwischen über 300 Vertriebspartner. Einige führen sogar das gesamte Angebot. Diese werden hier auch namentlich aufgeführt und wenn möglich verlinkt.
Jetzt darf man gespannt sein wie es in der Zukunft weiter geht.
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